Legal Operations: Der Schlüssel zur modernen Rechtsabteilung
Rechtsabteilungen stehen heute unter einem enormen Druck: steigende regulatorische Anforderungen, wachsende Fallzahlen und die Erwartung, strategischer Partner des Unternehmens zu sein – bei gleichzeitig knappen Ressourcen. Legal Operations bietet einen strukturierten Ansatz, diese Herausforderungen zu meistern.
Was ist Legal Operations?
Legal Operations (kurz: Legal Ops) wendet Geschäftsprinzipien und neue Arbeitsweisen an, um die Erbringung juristischer Dienstleistungen zu optimieren. Das Ziel: Die Rechtsabteilung soll schneller, effizienter und risikobewusster arbeiten.
Es geht um eine Transformation – weg von einer reaktiven, intransparenten Dienstleistung, hin zum vorausschauenden Business-Partner. Die erzielten Effizienzgewinne ermöglichen es General Counsels und Inhouse-Teams, über das reine Management rechtlicher Risiken hinauszuwachsen und die übergeordneten Geschäftsziele aktiv zu unterstützen.

Die Legal Operations Reifegradpyramide
Ähnlich wie Maslows Bedürfnishierarchie lässt sich auch die Entwicklung einer Rechtsabteilung als Pyramide darstellen. Jede Stufe repräsentiert einen wichtigen Baustein auf dem Weg zum strategischen Business-Partner:
Stufe 1 – Operative Basis: Grundlegende Prozesse, Dokumentenmanagement und Ressourcenplanung
Stufe 2 – Effizienz & Kontrolle: Standardisierte Workflows, Kostenmanagement und externe Steuerung
Stufe 3 – Transparenz & Steuerung: KPIs, Dashboards und datenbasierte Entscheidungen
Stufe 4 – Strategische Partnerschaft: Proaktive Beratung, Geschäftsintegration und Wertschöpfung
Die meisten Rechtsabteilungen befinden sich auf unterschiedlichen Reifegraden – in manchen Bereichen bereits fortgeschritten, in anderen noch am Anfang. Der erste Schritt ist zu verstehen, wo Sie aktuell stehen und wohin Sie wollen.
Die Rechtsabteilung wie ein Unternehmen führen
Ein zentraler Gedanke von Legal Operations ist es, die Rechtsabteilung wie ein eigenes Geschäft zu führen. Das bedeutet konkret:
- Transparenz schaffen: KPIs bereitstellen, damit Fachbereiche jederzeit den Status ihrer Rechtsanfragen kennen
- Operating Framework etablieren: Triage von Anfragen, Risikomatrix für Intake, klare Allokation intern vs. extern
- Effizienzgewinne demonstrieren: Process Mapping für wiederkehrende juristische Aufgaben, optimierte Workflows für schnellere Vertragsabschlüsse
- Wertbeitrag messbar machen: Die Kosten und den Nutzen der Rechtsabteilung für jeden Geschäftsbereich transparent darstellen
Die 12 Kernkompetenzen nach CLOC
Das US-amerikanische Corporate Legal Operations Consortium (CLOC) hat ein Framework entwickelt, das die 12 Kernkompetenzen von Legal Operations definiert:
- Strategic Planning – Strategische Planung und Ausrichtung
- Financial Management – Budgetierung und Kostenmanagement
- Vendor Management – Steuerung externer Dienstleister
- Technology – Legal Tech und Systemlandschaft
- Data Analytics – Datenanalyse und Reporting
- Knowledge Management – Wissensmanagement
- Information Governance – Informationsmanagement und Compliance
- Service Delivery – Serviceorientierung und Prozesse
- Practice Operations – Operative Exzellenz
- Project Management – Projektmanagement
- Contract Management – Vertragsmanagement
- Talent Management – Personalentwicklung
Die größten Herausforderungen im Tagesgeschäft
Unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt immer wieder ähnliche Muster:
Mangelnde Transparenz: Niemand weiß genau, wie viele Vorgänge gerade laufen, wo Engpässe entstehen oder welche Risiken sich aufbauen.
Ineffiziente Prozesse: Viele manuelle Tätigkeiten, Medienbrüche und Doppelarbeit bremsen die Produktivität.
Wissenssilos: Kritisches Know-how ist an einzelne Personen gebunden – ein erhebliches Risiko bei Fluktuation. Fragen Sie fünf Inhouse-Juristen, was Wissensmanagement bedeutet, und Sie erhalten fünf verschiedene Antworten.
Reaktives Arbeiten: Die Rechtsabteilung wird zu spät einbezogen und kann nur noch „Feuerlöscher" spielen.
Fehlende Messbarkeit: Ohne KPIs lässt sich weder der Wertbeitrag nachweisen noch Verbesserungspotenzial identifizieren. GCs fragen sich oft: „Wie kann ich den Wert meiner Abteilung für das Unternehmen belegen und nicht nur als Kostenstelle wahrgenommen werden?"
Kommunikationslücken: Viele Inhouse-Teams erleben eine Diskrepanz zwischen der Realität ihrer Rolle und dem, was das Business von ihnen versteht und erwartet.
Kernbereiche der Legal Operations Beratung
Unsere Beratungsleistungen decken die wichtigsten Handlungsfelder ab:
Health Check & Priorisierungs-Roadmap: Standortbestimmung und maßgeschneiderte Entwicklungspläne
Demand Management & Work Allocation: Effiziente Steuerung und Verteilung rechtlicher Arbeit an die richtigen Ressourcen zum richtigen Preis
External Resource & Cost Management: Optimierung der Zusammenarbeit mit Kanzleien und alternativen Rechtsdienstleistern
Contract Lifecycle Management: End-to-End-Prozesse für Vertragsmanagement
Legal Project Management: Mehr Kontrolle, Planbarkeit und Verantwortlichkeit bei komplexen Mandaten
KPIs & Analytics: Datenbasierte Steuerung und Nachweis des Wertbeitrags
Change Management: Begleitung des kulturellen Wandels in der Organisation
Warum einen externen Legal Operations Service buchen?
Change-Prozesse in Rechtsabteilungen sind komplex. Die Kombination aus hoher Arbeitsbelastung, Risikoaversion und fehlender IT-Expertise macht interne Transformationsprojekte oft zäh.
Externe Unterstützung bietet entscheidende Vorteile:
- Spezialisiertes Know-how aus dutzenden Legal Ops-Projekten
- Externe Perspektive auf gewachsene Ineffizienzen
- Entlastung des internen Teams im Tagesgeschäft
- Geschwindigkeit durch erprobte Methoden und Templates
- Objektivität unabhängig von internen Befindlichkeiten
Die drei Ebenen der Legal Operations Unterstützung
Strategische Beratung: Wie kann Ihre Rechtsabteilung die übergeordneten Geschäftsziele optimal unterstützen? (Spitze der Pyramide)
Legal Operations Advisory: Beratung zur optimalen Gestaltung und Steuerung Ihrer Legal Operations Funktion (Mitte der Pyramide)
Legal Operations Delivery: Hands-on-Unterstützung bei der Umsetzung konkreter Projekte (Basis der Pyramide)
ROI: Was der CFO wissen möchte
Aus CFO-Perspektive bieten Legal Operations konkrete Einsparpotenziale:
- Reduzierung externer Rechtskosten um 15–30%
- Effizienzsteigerung von 20–40% durch Automatisierung
- Risikoreduktion durch frühzeitige Compliance-Erkennung
- Bessere Planbarkeit durch transparente Daten
- Schnellere Geschäftsprozesse durch optimierte Legal-Freigaben
Die Investition amortisiert sich typischerweise innerhalb von 12–18 Monaten.
Unsere Legal Operations Services
Bei LAST bieten wir drei Engagement-Modelle an, die sich an Ihren Bedürfnissen orientieren:
Quick Scan
Erste Orientierung in kurzer Zeit. Ideal, wenn Sie noch keine klare Vorstellung haben und eine Gesprächsgrundlage für interne Diskussionen benötigen.
Focus Assessment
Vertiefte Analyse von 2–4 konkreten Problembereichen. Perfekt für fundierte Entscheidungsgrundlagen bei der Budgetplanung.
Deep Dive
Vollständige Transparenz über alle Prozesse mit strategischer 2–3 Jahres-Roadmap. Für Rechtsabteilungen, die eine grundlegende Transformation anstreben.
Die Zukunft von Legal Operations
Der Rechtsmarkt befindet sich im Prozess der fortschreitenden Industrialisierung und Digitalisierung. Die Integration von KI wird die Analyse komplexer rechtlicher Fragestellungen weiter optimieren.
Legal Operations ist kein vorübergehender Trend – es wird eine Fusion von modernster Technologie und bewährten juristischen Praktiken schaffen. Wer heute die Weichen stellt, verschafft sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.
Nächste Schritte
→ Mehr über unsere Legal Operations Services erfahren
→ Erstgespräch vereinbaren – wir beraten Sie gerne
→ Demo unserer Legal Tech Produkte anfordern – erleben Sie AttCo, ACOM und EnLib in Aktion
Mit kollegialen Grüßen aus München Ihr Team der LAST GmbH





